Mathias W.

überrascht stets und tut dies gerne. Sei es dadurch, dass sich der blutrünstige Bonvivant ein formvollendet choreographiertes und rhetorisch hoch differenziertes Florettduell mit einem wildfremden Stutzer liefert und niemand - am wenigsten er selbst - wusste, dass er diese Waffe so meisterlich beherrscht. Oder dass er aus rondra- gefälligem und hesindeverlassenem Übermut sein Gegenüber dazu auffordert, doch einmal jene Furcht erregende Armbrust auf ihn abzufeuern. Nur um im Bruchteil eines Augenblicks seine Waffe zu ziehen und den heranzischenden Bolzen aus der Luft zu parieren. Mithin, dass er betrunken des Nachts in den Wald schleicht und dort wider jede Wahrscheinlichkeit und Vernunft einen Bären erlegt … und stets gibt es glaubwürdige Zeugen, die sich für den Wahrheitsgehalt des Erlebten verbürgen. Ansonsten liebt es der schmähsüchtige Erzspitzbube, jungen Heldenanwärtern allein durch sein Erscheinen das Wasser in die Augen zu treiben und sie laufen zu lassen, wie die Rotpüschel vor dem Grimwolf.