Aus dem Logbuch der "Silberflossenotta"


Es war eine verfluchte, stürmische und kalte Nacht. Die salzwassergetränkten Kleider wollten überhaupt nicht mehr trocknen. Wir waren lange gewandert und das Premer Feuer war längst aufgebraucht als wir von weitem die wärmenden Herdfeuer des kleinen Fischerdorfs Haibuthar entdeckten.
Bei Swafnir, wir freuten uns wahrlich auf einen schönen Schluck und ein paar hübsche thorwalsche Weibsbilder.
Wir zogen also voller Vorfreude, laut singend auf den Dorfplatz, aber spürten nur wenig von der üblichen thorwalschen Gastfreundschaft. Statt dessen sahen wir allerlei ausländisches Volk, dass es sich offensichtlich in Haibuthar bequem gemacht und unsere thorwalschen Gastgeber verdorben hatte.
Ein Weib aus dem Dorf kam auf uns zu und begann sofort einen heftigen Streit mit unserer Schiffsmaga, die ihr daraufhin erst einmal auf thorwalsche Art Manieren beibrachte.
Auch geizte der Wirt mit dem Feuer und man bot uns nicht einmal eine Schlafstatt an.
Nichts desto trotz machten wir es uns gemütlich und begannen ein wenig zu feiern. Der Schulze besiegte im Suff wieder den einen oder anderen gestandenen Fischer im Armdrücken und es hätte ein schönes Fest werden können, wären da nicht diese vielen humorlosen Liebfelder, Horasknechte und Topfhelmrondrianer gewesen. Spät in der Nacht schließlich hörten wir plötzlich einen Schrei und erfuhren von unserem tapferen Hetmann Tjor, dass der verfluchte Hetmann des Dorfes unseren Getreuen Tronde erschlagen hatte. Nach thorwalschem Recht wollten wir ihn nun rächen, aber die Fremden gingen schwer bewaffnet dazwischen und brachten den Mörder in Sicherheit. Nach einer unbequemen Nacht im Stall der Herberge begannen wir den nächsten Tag mit einer friedlichen Runde "Knuten".
Unvermittelt rottete sich eine Gruppe fremdländischer "Geweihter" und schwer bewaffneter Horasknechte zusammen und nahmen uns unseren Kameraden "Knut" weg um ihn irgendwo zu verbuddeln.
Wiederum beriefen wir uns auf thorwalsches Recht und wiedereinmal zogen die Fremden blanken Stahl gegen uns...